Referral-Spam: Keine Verweis-Ausschlussliste bei Google Analytics

Referral- oder¬†Verweisspam ist total doof! Es gibt mehrere Mittel und Wege, um diese St√∂renfriede aus Google Analytics zu entfernen. In einigen Blogs wird die Verweis-Ausschlussliste empfohlen. Wenn ich solche Tipps auf Blogs lese, m√∂chte ich mich am Liebsten unter meinen Schreibtisch verkriechen und bitterlich weinen. Ich habe mich aber entschieden, meine Tr√§nen zu unterdr√ľcken und in diesem Post zu erkl√§ren, warum diese Methode nicht hilft.

Es gibt Menschen, die tats√§chlich versuchen √ľber die Verweris-Ausschlussliste ihre Analytics-Daten zu verbessern. Aber es passiert das Gegenteil. Denn wenn Du weiterhin diese Methode benutzt, wom√∂glich auch noch intensiv, dann zerst√∂rst Du dir Deine Daten

Was ist √ľberhaupt Referralspam oder Verweisspam?

Referralspam kommt √ľber die Google-Analytics-Schnittstelle und gauckelt dem Google-Analytics-Nutzer Besuche vor, die nie stattgefunden haben. Wieso das Ganze? Weil viele Webseitenbetreiber sich √ľber die vielen neuen Besuche freuen und aus Interesse auf den Link klicken, von der die vermeintlichen Besucher kamen. Das freut den Versender von Referralspam, denn so hat er pl√∂tzlich einen ganz realen Besucher auf seiner Seite. Passend zur Zielgruppe gibt es dann ‚Äď oh Wunder ‚Äď auf diesen Seiten oft Werbung oder Angebote zu Googel-Analytics-Tools ‚Ķ

Verweis-Ausschlussliste: Technischer Hintergrund

Die Verweis-Ausschlussliste gibt es, damit der Besucher der Website w√§hrend einer Session die Seite verlassen kann und ohne das Starten einer neuen Session zur√ľckkommen kann. Diese Funktion wird h√§ufig bei Warenk√∂rben und Zahlungsanbietern wie Paypal genutzt. Dabei wird der Benutzer f√ľr den Bezahlvorgang auf eine andere Website, in diesem Fall Paypal.com, umgeleitet. W√ľrde Paypal.com nicht in der Verweis-Aschlussliste stehen, w√ľrden die Ums√§tze der Seite Paypal.com zugerechnet werden.

Ablauf

Auf der Grafik siehst Du, dass der Besucher eigentlich √ľber Adwords kam, f√ľr das Bezahlen auf Paypal.com umgeleitet wird und nach dem Bezahlen wieder auf die Website kommt. Ohne den Eintrag in der Verweis-Ausschlussliste ist die Verweisquelle zum Schluss Paypal.com; mit Paypal.com in der Verweis-Aschlussliste ist es korrekterweise Adwords. Wichtig dabei ist, dass nur der Verweis entfernt wird, der Aufruf selber nicht. Denn dieser Aufruf wird unter anderem f√ľr das Tracking des Sales Funnels (Verkaufstrichter)¬†und der Zielerreichung ben√∂tigt.

Wenn Du meinst, dass du die Spam-Zugriffe mit einem Eintrag in der Verweis-Ausschlussliste aus Deinem Analytics entfernt, liegst Du leider falsch. Das einzige, was du entfernst, ist der Hinweis auf den Verweis. Der Seitenaufruf selber ist weiterhin in Google Analytics vorhanden. Du findest ihn jetzt unter den direkten Zugriffen („Direkt“).

Wie du die Spam-Zugriffe wirklich aus den Daten schmeißt

Um die Spam-Verweise trotzdem aus der Seite zu entfernen, musst Du entweder ein Segment erstellen, in dem du die entsprechenden URLs entfernst oder aber Du entfernst die Zugriffe direkt mit den Google Analytics Filtern.

Achtung: Sei immer vorsichtig, wenn Du die Filter in Google Analytics benutzt. Denn der Filter kann Daten ver√§ndern, die sp√§ter nicht wieder in den Ursprungszustand zur√ľckversetzt werden k√∂nnen.

1 Kommentar
  1. E.SL
    E.SL sagte:

    Hallo Michael,

    hast Du Erfahrung, ob die Verwendung von Regex in der Verweis-Ausschlussliste bei Google Analytics möglich ist?
    z.B. den Verweis von giropay.finanzportal.fiducia.de schließt man wie folgt aus:
    .*giropay.* oder/und  .*finanzportal.*

    Ich freue mich auf Antwort ūüôā
    LG, E.SL

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